„Lost Places“ werden sie genannt. Gemeint sind meistens alte Gebäude, die dem Verfall preisgegeben wurden. Verloren (lost) sind sie insofern, weil sie von Menschen aufgegeben und verlassen wurden. Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass alle auch vergessen sind. Im Gegenteil! In der „Fotografenwelt“ übten viele in den letzten Jahren eine geheimnisvolle Anziehungskraft aus. Der Reiz des Morbiden und die Ästhetik des Verfalls motivierte auch die Mitglieder der Fotogruppe Thurnau, sich mit dem Thema „Lost Places“ auseinanderzusetzen. Entsprechende Motive wurden gezielt gesucht und gefunden. Die eingereichten Bilder zeigten, dass auch scheinbar weniger Schönes zum Blickfang werden kann. Die Aufgabe der Jurierung wurde von Fotofreunden des Fotoclubs Ebern übernommen. Die Jury bescheinigte den Wettbewerbsteilnehmern durchgehend überdurchschnittliche bis gute und sehr gute Leistungen. In der Einzelwertung siegte Christiane Nützel. Ihr Siegerbild „Der Flügel“ zeigt einen Raum  der ehemaligen Lungenheilstätte Grabow in Brandenburg. Den zweiten Platz teilten sich Eugen Schneiderbanger mit dem Bild einer stillgelegten Schraubenfabrik, Claus van Acken mit der Aufnahme eines alten Sprungturms und Hans Hager mit dem Foto eines alten Waschraums.
Gemeinsam auf dem dritten Platz folgten Bilder von Barbara Meth, Sonja Lautner und Eugen Schneiderbanger. In der auf drei Bilder bezogenen Gesamtwertung siegte Christiane Nützel vor Eugen Schneiderbanger und Barbara Meth.

„Der Flügel“ – Christiane Nützel
„Schraubenfabrik“ – Eugen Schneiderbanger
„Sauberkeitserziehung“ – Hans Hager
„Sprungturm“- Claus van Acken

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.