Bei Jubiläen geht der Blick in zwei Richtungen: Zurück und vorwärts.
Ein kurzer Rückblick:
Am 15. Mai 1961 war die Gründungsversammlung im Gasthof „Fränkischer Hof“ in Thurnau. Die Gründungsmitglieder der „Fotogruppe der Naturfreunde Thurnau“, das war der damalige Name, sind auf dem Bild zu sehen. Heute trägt die Fotogruppe den Namen „Natur & Freizeit Thurnau“.
Die Geschichte von damals bis heute füllt viele Aktenordner und Protokollbücher. Von der Ausarbeitung belichteter Filme im Schwarz-Weiß-Labor bis zu den digitalen Fotowelten hat sich sehr viel verändert. Gilt das auch für das, was der ehemalige Bundespräsident Heinrich Lübke einst, als die Fotogruppe ins Leben gerufen wurde, geschrieben hat? Seine Meinung: „Die Fotografie erfreut, unterrichtet, erforscht und belehrt in einer optischen Sprache, die in der ganzen Welt verstanden wird.“ Die Bildsprache der Fotografinnen und Fotografen der Thurnauer Fotogruppe ist auf großes Verständnis und hohe Anerkennung gestoßen. Im Jahr 1998 wurde berichtet: „Die Fotogruppe unter der Leitung von Wolfgang Kern hat mittlerweile internationalen Ruf erhalten. Sie betreibt eine weltweite Ausstellung in Japan, Taiwan, Singapur und Australien.“ 2007 lautete eine Pressemeldung der Bayerischen Rundschau: „Die beste Fotogruppe Deutschlands. Thurnau trägt zum dritten Mal in Folge beim Bundeswettbewerb der Naturfreunde den Gesamtsieg davon.“ „Thurnau ist bester Fotoclub Oberfrankens“, lautete 2014 eine Pressemeldung über die Bezirksfotoschau des Deutschen Verbandes für Fotografie. Gegenwärtig ist die Fotogruppe der amtierende oberfränkische Fotomeister. Das Thema  Wettbewerbs-Fotografie zusammengefasst: Die Goldmedaille des Deutschen Verbandes für Fotografie steht stellvertretend für viele nationale und internationale Medaillen, Pokale, Urkunden und Titel. Dennoch und gerade trotzdem nicht abheben, geerdet sein und der Heimat verbunden bleiben – dieses Anliegen wurde gelebt. 2008 konnte man lesen: „Fotogruppe sichtet Talente. Ein Erfolg war das erste Foto-Zeltlager. 15 Kinder und Jugendliche im Alter von 9 bis 16 Jahren unternahmen an zwei Tagen mit Fotogruppenleiter Martin Koslowsky und Uwe Kirsten interessante Spaziergänge in den Schirradorfer Fluren. Mit den Kameras wurden tolle Motive eingefangen und im Rahmen der Bildbesprechungen mit dem Beamer auch vor Ort gleich Tipps und Tricks ausgetauscht.“ Kein Zweifel: Die Thurnauer Fotogruppe versteht sich als Teil des reichhaltigen und vielfältigen Lebens im Landkreis Kulmbach. Audiovisuelle Bildershows, von der Fotogruppe gefertigt und mehrfach gezeigt, belegen dies eindrucksvoll. Im Jahr 2000 erhielt die Gruppe den Kulturförderpreis des Landkreises Kulmbach. Auf der Urkunde steht: „In Würdigung der meisterhaften, mehrfach prämierten Leistungen im Bereich der Fotografie und in Anerkennung der Verdienste um Heimat, Region und den Landkreis Kulmbach wird der Fotogruppe der Naturfreunde Thurnau der Kulturförderpreis des Landkreises Kulmbach verliehen.“
Noch viel wäre zu berichten. Zum Beispiel vom Umbau und der Modernisierung des Vereinshauses, von Anschaffungen für Fotografie und Bildbearbeitung, von Vorträgen und Clubabenden sowie von  Ausflügen, Festen und Geselligkeit in einer 60jährigen Geschichte.

Ein kurzer Ausblick:
Im Jubiläumsjahr ist die Fotogruppe Ausrichter der Oberfränkischen Meisterschaft des Deutschen Verbandes für Fotografie. Die Bezirksfotoschau wird am Samstag, 9. Oktober 2021, im Töpfermuseum in Thurnau eröffnet. Die ausgestellten Werke sind bis zum 6. Januar 2022 zu sehen. Das Jubiläum soll mit einer Outdoor-Fotoausstellung verbunden werden. Diese ist in der Planungsphase. Mehr kann momentan nicht verraten werden. Ein eigener Fotokalender soll die Brücke in das Jahr 2022 schlagen.